Andreas Gsellmann ist ein unglaublich angenehmer Mensch. Eher zurückhaltend, ruhig, aber sehr klar in dem, was er sagt und immer mit einem verschmitzten Grinser im Gesicht. Gut lachen hat er übrigens wirklich, erfolgt heuer nämlich die Hofübergabe von Vater Hans Gsellmann an ihn. Für den Wein zuständig ist der überzeugte Biodynamiker schon seit 2010, nun ist es an der Zeit für die Gesamtverantwortung.

 

Das Weingut Gsellmann liegt im burgenländischen Gols, Heimat der berühmten Winzergruppe Pannobile, die Hans Gsellmann mitgegründet hat und die fast zur Gänze auch Mitglied des ebenfalls renommierten Vereins respekt-BIO- DYN ist. So natürlich auch Andreas Gsellmann, der gemeinsam mit seinem Vater 2006 erst die biologische Zertifizierung anging und 2010 die biodynamische. Für ihn ist es eine große Selbstverständlichkeit, im Rhythmus der Natur und des Mondes zu arbeiten, hinzuschauen und hinzufühlen, was der Rebstock und der Boden brauchen. Verordnete Spritzpläne sind seit ewigen Zeiten schon tabu, dafür leben am Weingut heute Hühner und Schweine.

 

Andreas Gsellmanns Weine berühren. Große Klasse, Eleganz und Bodenhaftung, Vielschichtigkeit, Schwingung, und Tiefe. Handarbeit ist selbstverständlich, hier geht es um Respekt vor der Natur. Und das kann man tatsächlich schmecken. Egal, ob Zweigelt oder Blaufränkisch, Weißburgunder oder Neuburger. Und ganz speziell beim Traminer

 

Unser Tipp: Traminer 2017 – Andi Gsellmanns Traminer ist immer vorne mit dabei und zählt zu Recht zu den besten des Landes. Er ist maischevergoren (also wie ein Rotwein gemacht) und nach der Fasslagerung als Landwein uniltriert gefüllt.

Minimale Schwefelung, maximales Trinkvergnügen. Zarte Rosenaromen, weiße Frucht, unglaublich vielschichtig und salzig. Toll Preis ab Hof: 22 Euro

www.gsellmann.at